Erfolgreiche Pressearbeit - Teil 1

Artikelnummer: 00000322

Lieferzeit: Keine Lieferzeit hinterlegt

 

 

Kontaktaufnahme mit Journalisten per Telefon (Story pitch) 

Teil 1 der erfolgreichen Pressearbeit

  

Nicht unvorbereitet anrufen. 

 

Vor dem Anruf überlegen, welche Fragen der Reporter stellen könnte, und sich darauf vor-bereiten. 

 

Pitch-Points erstellen, interessante Kernpunkte, Kernaussagen der Geschichte. 

 

Den Pitch vor dem Anruf ruhig einmal vorher laut durchspielen. 

 

Den richtigen Journalisten beim richtigen Medium für die jeweilige Story anrufen. 

 

Nicht zwei Journalisten bei einem Medium gleichzeitig dieselbe Story anbieten. 

 

Die beste Zeit zum Anrufen ist zwischen 11 Uhr vormittags und 16 Uhr. 

 

Immer daran denken, dass Journalisten ständig beschäftigt sind, gerade gedanklich in einer anderen Story stecken, wegen Redaktionsschluss unter (Zeit-) Druck stehen. 

 

Sich und sein Anliegen vorstellen. 

 

Nicht vom Blatt ablesen. 

 

Erfolgreich pitchen kann seine Story nur der, der auch davon überzeugt ist.  

 

Die dümmste Frage zu Beginn ist: Wie geht es Ihnen? Sie ist unnötig und aufdringlich. Was soll der Journalist dazu sagen? Lieber gleich auf den Punkt kommen. 

 

Fragen, ob der Journalist gerade Zeit hat. Wenn nicht, fragen, wann man wieder anrufen kann. „Stör ich/haben Sie gerade Zeit oder soll ich später noch einmal anrufen. Wann passt es denn am Besten?"

 

Dem Journalisten zeigen, dass man seine Publikation und die Stories, die er schreibt, kennt. 

 

Das Thema in ein, zwei Sätzen vorstellen. In der Regel hat man nur 120 Sekunden Zeit, um den Journalisten für seine Geschichte zu interessieren. (Beim Email-Pitch sollte der Text eine Bildschirmlänge und bei Fax-Pitches eine Seite nicht überschreiten). 

 

Journalisten nicht länger als 5 Minuten aufhalten, es sei denn, er ist interessiert und stellt Fragen. 

 

Der Geschichte einen berichtenswerten Rahmen geben. 

 

Wenn der Journalist bereits schon einmal über ein ähnliches Thema geschrieben, sich da-rauf beziehen. 

 

Nur anrufen, wenn man wirklich Neuigkeiten hat. 

 

Zügig erklären, warum es seine Leser interessieren könnte. 

 

Zusätzliche Informationen anbieten, am besten Marktzahlen, Untersuchungen etc. 

 

Wenn möglich, Exklusivität anbieten. 

 

Fragen, ob er an der Geschichte interessiert ist. 

 

Wenn er nicht an der Geschichte interessiert ist oder es nicht sein Thema ist, fragen, wer zuständig ist. 

 

Fangen Sie keine Diskussionen an, wenn er kein Interesse hat. 

 

Nehmen Sie Absagen nicht persönlich. 

 

Wenn Sie in der Redaktion keinen Ansprechpartner kennen, fragen Sie im Redaktionssek-retariat, welcher Kollege zuständig ist und rufen Sie ihn an. 

 

Wenn Sie eine Nachricht auf den Anrufbeantworter hinterlassen müssen, langsam und deutlich sprechen, Namen und Telefonnummer nenne und sagen, wann man wieder anruft.   

 

Pitching Checkliste 

  

Im Spätherbst schon nach dem Redaktionskalender fragen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kalender noch in Arbeit und der Journalist ist für Themen offen. 

 

Je früher man einen Artikel lanciert, desto größer sind die Chancen, dass er genommen wird. 

 

Den Artikel drei bis sechs Monate vorher anbieten. 

 

Viele Redaktionen wiederholen Schwerpunktthemen jedes Jahr im selben Monat. Sechs bis neun Monate vorher sollte man den Journalisten kontaktieren.

 

Anrufe von Reportern sollten schnell beantwortet werden. Wer Anrufe schnell beantworten, bekommen mehr Abdrucke. 

 

Reporter sollten die Möglichkeit haben, sie immer und überall zu erreichen. 

 

Informationen sollten detailliert, zitierbar, qualitativ hochwertig und bemerkenswert, sprich farbig sein und vor allem Substanz haben. 

 

Eine zu häufige Namensnennung als Informationsquelle schlägt schnell ins Gegenteil um. 

 

Nie davon ausgehen, dass eine Story gestorben ist, nur weil man nicht sofort ein Feedback bekommt. 

 

Die goldene Regel lautet, 7 Mal nachhaken. Dabei einen Mix benutzen aus Telefonanruf und eMail, bevor man die Story aufgibt. 

 

Nie das Nachhak-Gespräch mit den Worten beginnen: “Ich habe Ihnen einige Informationen geschickt" oder „Haben Sie die Pressemitteilung erhalten?"  

 

Vielmehr über die Informationen im Detail sprechen, wie der Journalist sie verwerten kann und warum sie für ihn interessant sein könnten. 

 

Vermeiden, Stories exklusiv anzubieten, da man nie sicher ist, ob die Story wirklich überhaupt gedruckt wird oder auf der Seite die versprochen wurde. 

 

Wenn die Story unbedingt erscheinen soll, gleichzeitig an verschiedene Medien verschicken. 

 

Bei einer  Story, die zu einem bestimmten Medium passt, sollte eine Beziehung zum Reporter aufgebaut und ihm dann die Story angeboten werden. 

 

Wenn man bei den Medien Erfolg haben will, kann man sich nicht nur zwei Mal im Jahr dort melden. 

 

Regelmäßiger Kontakt ist wichtig, bei dem man den Reportern das gibt, was sie brauchen: echte Neuigkeiten, originelle Stories, gehaltvolle Zitate etc. 

 

Reporter müssen das Unternehmen bzw. die Person als kompetente Informationsquelle. 

 

 prtogo

Dr. Alfried Große

Registrieren Passwort vergessen Überprüfungs-E-Mail zusenden